Hashimoto und die Psyche – ein spannendes Thema, das viele von Hashimoto Betroffene beschäftigt. Denn die Autoimmunerkrankung der Schilddrüse kann nicht nur körperliche Symptome mit sich bringen, sondern auch das seelische Gleichgewicht mehr oder weniger stark ins Wanken geraten lassen. Um in einem solchen Fall adäquat und besonnen reagieren zu können, sind fundierte Informationen und eine professionelle, empathische Begleitung wichtig.

 

 

Psychische Symptome bei Hashimoto

 

 

Die psychische Symptomatik, die bei einer Hashimoto Thyreoiditis auftreten kann, wird oftmals unterschätzt und so gut wie nie thematisiert. Und sie tritt natürlich auch nicht bei jeder Patientin bzw jedem Patienten auf. Trotzdem kann der Autoimmunprozess die psychische Balance phasenweise empfindlich stören und die Lebensqualität so deutlich beeinträchtigen.

Viele Betroffene wissen dann zunächst gar nicht, warum sie eigentlich so reagieren, wie sie eben reagieren. Und zweifeln an ihren Empfindungen. Sie fühlen sich depressiv, obwohl ihr Leben doch “an sich vollkommen in Ordnung” sei. Oder haben Ängste, die sie sich einfach nicht erklären können, denn im Licht der Vernunft betrachtet gäbe es keinen Grund dafür.

Hashimoto ist eine vielschichtige Erkrankung

 

 

Hashimoto ist eine chronische Erkrankung, die viele Symptome körperlicher und seelischer Art mit sich bringen kann, dies aber auch nicht zwingend muss. Es gibt auch viele Betroffene mit milden Verläufen, die in ihrem Alltag so gut wie gar nicht durch die Erkrankung beeinträchtigt sind und mit Hilfe einer Ernährungsumstellung, (moderat) veränderter Lebensweise und durch individuell angepasste Medikation nahezu symptomfrei leben.

 

Was aber, wenn es nicht so ist? Welche Symptome können sich auf seelischer Ebene zeigen?

 

Patienten mit einer Hashimoto-Thyreoiditis berichten häufig von Konzentrationsstörungen, von subjektiv empfundener “Watte im Kopf” und dem Eindruck, sich weniger merken zu können als früher. Außerdem kann die Stimmung beeinträchtigt sein, es besteht ein geringerer Antrieb und eine stärkere Rückzugstendenz aufgrund von körperlicher und emotionaler Erschöpfung. Auch Schlafstörungen können vorkommen.

Manche Patienten bekommen wegen der auftauchenden Symptome die Verdachtsdiagnose Depression, andere aufgrund von verstärkt auftretenden Ängsten (oft auch in Verbindung mit Herzrasen und Schwindel) die Verdachtsdiagnose Panikattacken. All diese Erscheinungen können allerdings auch auf eine Dysbalance der Hormonwerte zurückzuführen sein, wobei die genauen Entstehungsmechanismen noch ungeklärt sind. Dennoch ist es zentral wichtig, mögliche körperliche Ursachen umfassend abzuklären, bevor Patienten (fäschlicherweise) in die “Psycho-Ecke” geschoben werden. Denn so lange die Hormone nicht ausreichend in Balance sind, gerät auch die beste Psychotherapie an ihre Grenzen – schlicht und einfach, weil damit nicht alle hier grundlegend vorliegenden Probleme in Angriff genommen werden können.

 

Ich lebe selbst seit über 20 Jahren mit meiner Hashimoto Thyreoiditis und arbeite seit 2011 mit vielen Hashimotopatientinnen und -patienten in meiner Praxis. Der Schwerpunkt entwickelte sich, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, wie schwer es manchmal sein kann, sich mit Hashimoto im Alltag gut zu fühlen – und wie anstrengend manche Phasen werden können, wenn Symptome seltsam und unerwartet aus dem Ruder zu laufen scheinen.

Wenn du dir Unterstützung in deinem Leben mit der Hashimoto Thyreoiditis wünschst, vereinbare einen Termin zur Erstanamnese  – ich bin als Heilpraktikerin in meiner Berliner Praxis sehr gerne beratend und therapeutisch unterstützend für dich da. Und falls du gerne sofort anfangen möchtest, dich besser um dich und dein Leben mit Hashimoto zu kümmern, sieh dir mein Onlinekurs-Angebot Besser leben mit Hashimoto an. Dort geht es um grundlegendes Wissen zur Erkrankung, aber eben u.a. auch um die seelischen Aspekte, die bei dem Autoimmungeschehen eine Rolle spielen können. Weil es wichtig ist, diesen Teil nicht auszuklammern, sondern als Teil des Ganzen zu sehen. Was da sein darf, kann sich verändern – und was bewusst wird, kann bearbeitet werden.