Hypnose bei Hashimoto – bringt das was, oder handelt es sich um ominösen Hokuspokus? Das Thema ist etwas komplexer, denn es stellt sich ja die Frage, was genau mit einer Hypnotherapie eigentlich erreicht werden soll. Denn, ganz ehrlich: wer erwartet, mit Hilfe von Hypnose ließe sich eine Autoimmunerkrankung wie Hashimoto einfach „wegzaubern“, kann darauf lange warten. Das wird nicht funktionieren, und es kann, darf und sollte auch niemals Ziel einer Hypnosetherapie sein, unerfüllbare Versprechen zu machen. Kein seriöser Behandler würde so etwas tun und auch ich distanziere mich deutlich von Anbietern, die Heilversprechen von sich geben.

Was aber kann eine Methode wie Hypnose bewirken? Kann sie überhaupt etwas dazu beitragen, dass sich Menschen mit Autoimmunerkrankungen besser fühlen?

 

Was kann Hypnose bei Hashimoto bewirken?

 

 

Ich lebe selbst seit über 20 Jahren mit einer Hashimoto Thyreoiditis – und seit mehr als 10 Jahren beschäftige ich mit Hypnosetechniken und Hypnosetherapie. Während meiner Ausbildung zur Hypnosetherapeutin hat mich vor allem interessiert, wie diese Methode auch für Menschen mit chronischen Erkrankungen verschiedenster Art eingesetzt werden kann. Und es ergeben sich durchaus spannende Möglichkeiten, die sich sehr individuell auf die jeweils anstehenden Herausforderungen Betroffener zuschneidern lassen.

Hypnose ist anders, als viele denken

 

Die meisten Menschen, die selbst noch nie eine Hypnose (bzw. Hypnosetherapie) erlebt haben, stellen sich unter Hypnose etwas Ominöses, vielleicht sogar Unheimliches vor. Es gibt da eine große Faszination für das, was in Hypnose passiert, gekoppelt mit der mehr oder weniger bewusst eingestandenen Angst, die Kontrolle zu verlieren oder gar manipuliert zu werden.

Wichtig ist, sich klarzumachen, dass therapeutisch angewandte Hypnose absolut nichts mit dem zu tun hat, was auf Bühnen im Rahmen von „Showhypnose“ dargeboten wird. Mich persönlich ärgern effektheischerische Showhypnosen sogar ein wenig, weil sie den Eindruck vermitteln, ein Hypnotiseur könnte Menschen dazu bringen, gegen ihren eigenen Willen zu handeln und sich dabei lächerlich zu machen.

Hypnose als Therapieverfahren

 

Therapeutisch angewandte Hypnose hat mit all diesen „Scherzen“ nichts zu tun. Stattdessen wird die Kraft des Unterbewusstseins genutzt, um Ressourcen und Stärken ausfindig zu machen, um auf neue Ideen zu kommen, kreative Lösungswege zu finden und sich selbst besser kennenzulernen. Mittels Hypnose können u.a. Schmerzpatienten lernen, besser mit der eigenen Symptomatik umzugehen und Menschen mit Ängsten können lernen, die eigenen Angstreaktionen besser in den Griff zu bekommen.

All dies geschieht immer individuell angepasst an die Fähigkeiten und Bedürfnisse der Betroffenen – was bedeutet, dass eben gerade nicht manipuliert wird, sondern gemeinsam erforscht, welche Möglichkeiten für einen besseren Umgang mit einer Problematik sich auftun.

Ich empfinde die Hypnosetherapie als außerordentlich sanfte und zugleich bewegende Methode. Gemeinsam mit der Patientin oder dem Patienten wird der Weg gesucht, der am besten gangbar ist. Und zu jeder Zeit behalten die Behandelten die Kontrolle über das Geschehen.

 

Hashipnose? Hypnose für Hashimotopatienten

 

„Machen wir mal wieder eine Hashipnose?“, fragte mich einmal eine Hashimoto-Patientin, mit der ich in der Praxis u.a. mit Hypnosetherapie gearbeitet hatte. Ich musste lachen, denn die Formulierung war wirklich schön – und zugleich habe ich mich in dem Moment gefragt, was Hypnose bei Hashimoto eigentlich ausmacht. Und warum ich bei mir selbst und in meiner Heilpraktikerpraxis immer wieder die Erfahrung machen durfte, dass diese Methode sich wunderbar in die Behandlung von Hashimotopatientinnen und -patienten integrieren lässt – sie kann und sollte, das möchte ich ausdrücklich betonen, nicht die alleinige Methode zur Behandlung sein, aber eine Unterstützung auf vielen Ebenen.

Ich glaube, dass Hypnose Menschen mit Hashimoto (genauso wie Menschen, die mit anderen Herausforderungen im Alltag zu kömpfen haben) dabei unterstützen kann, einen besseren Zugang zu sich selbst zu bekommen. Hypnotherapie ermöglicht einen ganz neuen Kontakt zu sich selbst ebenso wie z.B. imaginäre Gespräche mit auftretenden Symptomen oder, durch das Erlernen von Selbsthypnose, einen besseren Umgang mit dem Krankheitsgeschehen im Alltag.

Mittels Hypnose kann ein anderer Umgang mit Stress ebenso aufgezeigt werden wie die wertschätzende Selbstannahme dessen, was uns bisher vielleicht nicht ganz so gut an uns selbst gefallen hat, und immer wieder zu inneren Konflikten führte. Hypnosetherapie eröffnet ein weites Feld – und somit eine Möglichkeit, neugierig zu erkunden, was da in Bezug auf das Selbst, die Erkrankung und einen guten Umgang damit noch entdeckt werden möchte.

Was du in meiner Berliner Naturheilpraxis definitiv nicht findest? Schwingende Pendel oder Taschenuhren, esoterisches Gemurmel und schwarze Raben auf der Schulter. Wenn du dich aber für eine fundierte Hypnosetherapie interessierst, melde dich bei mir und lass uns einen Termin zur Erstanamnese vereinbaren – ich bin sehr gerne für dich da. Und falls du gerne sofort anfangen möchtest, dich besser um dich und dein Leben mit Hashimoto zu kümmern, sieh dir mein Onlinekurs-Angebot Besser leben mit Hashimoto an. Im Kurs ist u.a. auch eine Audio-Datei enthalten, so dass du meine Stimme auch auf diese Weise dabei hast.