Ich bekomme in meiner Berliner Naturheilpraxis häufig die Frage gestellt, ob man auch mit einer Hashimoto Thyreoiditis gut leben kann. Diese Sorgen machen sich vor allem Betroffene, die ihre Diagnose gerade erst bekommen haben, aber auch Patientinnen und Patienten, die schon länger mit der Erkrankung leben und immer wieder Schwankungen im Befinden erleben.

Meine Antwort auf diese Frage ist immer gleich: Ja, das geht!

Ich weiß es aus eigener Erfahrung – schließlich begleitet mich Hashimoto seit ungefähr 20 Jahren und in dieser Zeit habe ich so gut wie alle Symptome der Erkrankung selbst kennenlernen dürfen. Das war nicht immer spaßig, nein. Aber vor allem birgt jeder Autoimmunprozess in sich die Chance, sich selbst noch besser kennenzulernen, und sich mit den eigenen Bedürfnissen, Wünschen und natürlich auch Grenzen zu beschäftigen.

Machen wir uns nichts vor, Autoimmunerkrankungen können anstrengend sein – und Hashimoto ein Begleiter, auf den man wirklich gerne verzichten würde. Aber:

Gut leben mit Hashimoto ist möglich

Es braucht dafür eine gute Versorgung durch kompetente Behandler, ein verständnisvolles Umfeld – und vor allem Selbstinitiative.

Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass du dich nun pausenlos mit deiner Hashimoto Thyreoiditis beschäftigen musst! Ich halte diesen Fokus auf eine Erkrankung sogar für falsch, denn das Leben hat deutlich Besseres zu bieten, als um einen Autoimmunprozess zu kreisen.

Viel wichtiger ist – meiner Meinung nach – ausführliches und fundiertes Wissen über die Erkrankung, das durch entsprechend geschulte Ärzte und Heilpraktiker vermittelt wird, achtsamer Umgang mit der eigenen Befindlichkeit und eine klare Strategie für den Umgang mit den individuellen Symptomen. Denn Hashimoto hat viele Ausprägungen und verläuft zu Beginn oft schleichend, weshalb die Erkrankung oft erst spät erkannt wird.

 

Keine Hashimoto-Thyreoiditis gleicht der anderen

Hashimoto ist ein “Chamäleon”, das sich in etlichen Facetten zeigen kann. Viele der Symptome sind bei vielen Erkrankten identisch, ja – aber jeder Betroffene befindet sich in einem eigenen Prozess, der nur bedingt mit dem Empfinden und den Erfahrungen anderer Betroffener zu tun hat. Und dieser Krankheitsprozess lässt sich durchaus positiv beeinflussen.

Ein individueller Blick auf den Menschen hinter der Erkrankung, auf das, was die jeweilige Person ausmacht, was sie beschäftigt und belastet, was sie bewegt, was sie glücklich macht – all das ist meiner Meinung nach ein nicht zu unterschätzender Bestandteil der Behandlung bei Hashimoto. Ich beziehe daher in der Praxis immer auch die seelischen Aspekte mit ein, und es ist oft sehr spannend, wie von Hashimoto Betroffene dann im Verlauf dieses Selbstreflexionsprozesses mehr und mehr zu sich selbst finden. Und zu dem, was ihnen wirklich wichtig ist.

Der Alltag mit Autoimmunerkrankungen

Leben mit einer oder mehreren Autoimmunerkrankungen kann herausfordernd sein. Manchmal muss man daran erinnert werden, worauf es ankommt und was wirklich wichtig ist – diese Liste macht es dir leicht, dich immer wieder positiv in deinem Alltag mit Autoimmunerkrankung(en) auszurichten. Ich finde, die Lebenszeit ist generell deutlich zu schön, und zu wertvoll, um sie sich von der Hashimoto Thyreoiditis verhageln zu lassen. Stattdessen gibt es so viel Gutes, das entdeckt werden möchte – jeden Tag wieder. Dabei möchte ich Betroffene durch meine Arbeit als Heilpraktikerin auf seelischer und körperlicher Ebene unterstützen.

Die Ausrichtung auf Positives ist ein wichtiger Bestandteil, damit man sich trotz Hashimoto besser fühlt. Und darauf hat jeder von uns Einfluss, in jedem einzelnen Moment … Also – wie gehst du heute mit dem Autoimmunprozess um? Hast du Hashimoto, oder hat Hashimoto dich?

Ich wünsche dir von Herzen eine gute Zeit. Und wenn du möchtest, begleite ich dich gerne ein Stück auf deinem Weg mit der Hashimoto Thyreoiditis. Trage dich einfach für meine kostenlosen E-Mail-Tipps ein und starte direkt mit meiner beliebten Mailserie für einen besseren Alltag mit Hashimoto.

Dort teile ich Tipps und Tricks, mein Wissen und meine Erfahrung sowohl als selbst von der Erkrankung Betroffene, als auch als Behandlerin mit dir.

Also, vielleicht ja bis gleich?

Ich freue mich auf dich!