Schilddrüsenprobleme sind ein häufiges Thema in meiner Berliner Naturheilpraxis. Viele Patientinnen kommen mit Hashimoto und/oder einer Schilddrüsenunterfunktion zu mir. Da ich selbst seit ungefähr 20 Jahren von einer Hashimoto Thyreoiditis betroffen bin, kenne ich die meisten Symptome aus eigener (mal mehr, mal weniger leidvoller) Erfahrung.

Die Mehrzahl der Patientinnen (ja, meistens sind es Frauen) wird mit Schilddrüsenhormonen behandelt, um die fehlende Hormonproduktion auszugleichen. Und bei manchen genügt diese Behandlung auch. Diese allerdings kommen nicht zu mir in die Praxis – klar, warum auch, wenn es einem gut geht.  

 

Schilddrüsenprobleme sind häufig – und oft vielschichtig

 

Häufig tauchen allerdings früher oder später im Krankheitsverlauf Probleme auf. Die Betroffenen fühlen sich trotz gut eingestellter Medikation schlapp, müde, beeinträchtigt. Schlicht und einfach also nicht wie sie selbst. Oft bekommen solche Patientinnen zu hören, dass die Blutwerte unauffällig sind, und sie sich folglich gut fühlen müssen. Doch Blutwerte hin oder her, das Befinden ist schlecht.

In solchen Fällen ist es wichtig, ein wenig über den Tellerrand zu blicken und das gesamte System mit einzubeziehen. Denn die Schilddrüse ist kein Organ, das man isoliert betrachten sollte. Zu sehr sind die verschiedenen hormonellen Regelkreise im Körper miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig.

 

Was ist eigentlich mit dem ganzen Stress?

 

Ich checke in meiner Praxis dann üblicherweise den Zustand der Stresshormone, denn diese können sich stark auf die Schilddrüsenhormone auswirken. Deshalb liegt ein Fokus meiner Arbeit auf den Nebennieren, die für die Bereitstellung von Stresshormonen zuständig sind. Ebenso auffällig ist bei vielen Frauen mit Hashimoto eine veränderte Hormonlage der Geschlechtshormone. Oft sorgt ein zu niedriger Progesteronspiegel und damit verbunden dominantes Östrogen für Beschwerden.

Zu viel Östrogen hat widerum u.a. Einfluss auf die dem Körper frei zur Verfügung stehenden Schilddrüsenhormone. Es ist durchaus möglich, dass ausreichend Schilddrüsenhormon im Blut zirkuliert, aber nicht genügend davon genutzt werden kann. Die Blutwerte sind in solchen Fällen oft optimal, das Befinden allerdings nicht.

 

 

 

 

Schilddrüse, Nebennieren, Geschlechtshormone, Leber – alles spielt zusammen

 

Neben dem Check von Stress- und Geschlechtshormonen widme ich mich in der Praxis auch der Unterstützung der Leberfunktion. Die Leber sorgt u.a. dafür, dass Hormone abgebaut werden. Ist ihre Funktion z.B. durch Langzeitstress und die Ausschüttung von entsprechend vielen Stresshormonen beeinträchtigt, kann sie dieser Aufgabe nicht mehr ausreichend nachkommen. Naturheilkundlich lässt sich da glücklicherweise aber einiges machen – ebenso für die Unterstützung des Darms, der auch bei vielen Patienten mit Autoimmunprozessen wie Hashimoto beeinträchtigt ist.

Du merkst sicher – bereits dieser kleine, oberflächliche Überblick macht deutlich, warum Schilddrüsenprobleme niemals isoliert betrachtet werden sollten. Letztendlich ist alles ein Zussammenspiel, bei dem auch den Faktoren Ernährung, Bewegung und Psyche eine große Rolle zukommt.

 

Unser Körper ist ein Wunderwerk ineinandergreifender Funktionen und Abläufe.

 

Und genau deshalb ist es meiner Meinung nach enorm wichtig, sich nicht nur auf die Behandlung eines einzelnen Organs (wie im Fall von Schilddrüsenproblemen eben der Schilddrüse) zu beschränken, wenn hormonelle Beschwerden auftreten.

Du interessierst dich für eine ganzheitliche Sicht auf deine Symptomatik und hast den Eindruck, dass auch bei dir mehrere Faktoren zusammenkommen? Dann melde dich gerne bei mir und vereinbare einen Termin in meiner Praxis. Es würde mich freuen dich kennenzulernen und abzuklären, inwieweit ich dich unterstützen und dir naturheilkundlich in Bezug auf Schilddrüsenprobleme (bzw hormonelle Dysbalancen) weiterhelfen kann.